Molina di Ledro

Der kleine Bruder vom großen Gardasee ist der Ledrosee, der nicht weit entfernt von der Nordspitze des Gardasees westlich liegt. Während der Gardasee 369 Quadratkilometer groß ist, bringt es der Ledrosee auf gerade einmal 2,1 Quadratkilometer. An seinem Ufer liegt Molina di Ledro, eine schöne kleine Gemeinde mit 550 Einwohnern. Zusammen mit den anderen Dörfern Tiarno di Sopra, Tiarno di Sotto, Bezzecca, Concei und Pieve di Ledro hat sich Molina di Ledro 2008 per Volksabstimmung zur neuen Gemeinde Ledro zusammengeschlossen.

Das Tal des Ledro-See (Lago di Ledro)

Das Tal in dem der Ledrosee und Molina di Ledro liegen war lange Zeit von der Aussenwelt abgeschnitten. Erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts führte eine gefährliche Strasse mit vielen Serpentinen hierher. Heute ist Molina di Ledro über eine moderne Strasse, die durch zwei lange Tunnel führt, jedoch gut von Riva del Garda aus zu erreichen. Die alte Strasse ist heute für den Straßenverkehr gesperrt, worüber sich die Mountainbiker freuen, für die die Piste nämlich erhalten wurde und die hier eine wundervolle Strecke zwischen dem 600 Meter über dem Gardasee liegenden Ladrosee und Italiens größtem See vorfinden.

Prähistorische Pfahlbauten

Ausgerechnet an dieser Stelle, abgeschieden vom Rest der Welt hat man eine der interessantesten prähistorischen Siedlungen in Europa gefunden. In Molina di Ledro gibt das Pfahlbaumuseum Zeugnis der außergewöhnlichen Entdeckung ab. Was war geschehen. Am Gardasee in Riva del Garda sollte ein Wasserkraftwerk errichtet werden. Dazu war es nötig, den Wasserspiegel des Ledrosees zu senken. Im Zuge der Arbeiten 1929 wurden dabei über 10.000 Pfähle im Ledrosee freigelegt – die Reste eines Pfahlbau-Dorfes aus der Bronzezeit. Die Bronzezeit erstreckte sich über den Zeitraum on etwa 2200 bis 1200 vor Christus. Im Museum in Molina di Garda werden die Funde des damaligen Bronzehandwerks ausgestellt. Die UNESCO hat den besonderen Wert der Pfahlbauten erkannt und im Juni 2011 beschlossen, den Lago di Ledro zum Weltkulturerbe zu erklären (www.piazze.de).

Ein so kleiner Ort wie Molina di Ledro kann nicht mit vielen Sehenswürdigkeiten aufwarten, schön ist hier aber die kleine Altstadt mit Gebäuden wie sie im Trentino typisch sind.

Wer Molina di Ledro besucht, wird dies sicher auch wegen des Sees tun. Die Uferstraße ist wunderbar und beinahe unverbaut. Der See umgeben von grünen Bergen und Hügeln ist dunkelblau, stil und wunderbar anzuschauen. Nur wenige Surfer und kaum Boote stören das Idyll.

Molina di Ledro – ein hübscher Ort, historisch wichtig, an einem schönen See abseits des großen Trubels.

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